Tara National Park

Tara National Park
Der Tara Nationalpark liegt im gebirgigen Westen Serbiens und grenzt an Bosnien-Herzegowina Die Gesamtfläche des Parks beträgt mehr als 37.500 Hektar und beinhaltet das Tara-Gebirge und weite Teile des Drina-Flusses. Der Park ist voller Höhlen, Wasserfällen und natürlichen Quellen sowie aufregender Schluchten, die bis zu 1.000 Meter tief sein können. Der höchste Punkt des Parks liegt bei 1.600 Meter über dem Meeresspiegel. Der Nationalpark wurde 1981 gegründet und wurde im Jahre 2002 von der UNESCO als Weltanaturerbe eingetragen.
Das Tara-Gebirge ist Teil der äußeren Dinarische Alpen, eine raue Komposition aus sekundären und tertiären Sedimentgestein. Der Gebirgszug geht durch mehrere Länder und verläuft gut 645 Kilometer parallel zur Adria. Der Drina Fluss, einer von zahlreichen Zuflüssen der Donau, fließt nördlich von Montenegro quer durch den Park und formt einen Großteil zur Grenze nach Bosnien-Herzegowina.

Der Park ist aus mehreren Gründen sehr wichtig. Er hat sich seit dem Tertiär geologisch fast gar nicht verändert. Zu drei Viertel ist der Park mit dichten Wäldern bedeckt, in dem seltene Pflanzen von wissenschaftlichem Interesse wachsen. Insbesondere die Pančić-Fichte, die es nur im Tara gibt. Sie überlebt hier seit dem Tertiär und gehört zu den schönsten Fichtenarten Europas. Auch die Fauna ist reichlich mit seltenen Tierarten bestückt und so leben hier Bären, Steinadler, Gämse, Luchse und Wölfe. Menschliche Ansiedlungen sind hier im Laufe der Jahrtausende eher selten gewesen, einige römische Siedlungen, ein byzantinisches Kloster und ein paar wenige Besetzer wie die Türken.

Die spektakulären Schluchten und Gebirgseinschnitte des Drina-Flusses sind beliebte Ziele für Rafting und Wandern. Im Winter kann man hier Ski laufen und Schlitten fahren. Unterkünfte findet man in Bajina Basta, wo auch auch das Hauptniederlassung des Parks befindet, sowie in Kaludjerske Bare und Mitrovac.