Geschichte Belgrads

Panorama Belgrad
Geht man bis in die prähistorische Zeit zurück, hat Belgrad eine lange, facettenreiche Geschichte voller Konflikte hinter sich. Die Stadt ist eine der ältesten Städte Europas. Belgrad liegt zwischen der Donau und der Sava, wodurch es ein perfekter Siedlungsort in der Frühgeschichte war. Die Stadt wurde insgesamt mehr als 40 Mal wieder aufgebaut, nachdem sie in Kriegen vollkommen zerstört wurde.

Im Neolithikum kamen die ersten Siedler, der Ort hieß damals Vinca. Noch heute ist der Ort ein Stadtteil von Belgrad. Um 91 n. Ch. war sie bekannt unter dem Namen Singidunum, unter römischer Kontrolle und viele Legionen waren hier stationiert.

Nach dem das Römische Reich zerfallen war, kamen zahlreiche Barbarengruppen wie die Goten und Hunnen, doch wurde die Stadt hauptsächlich durch das Byzantinische Reich beeinflusst und kontrolliert. Daher, dass die Stadt dermaßen nahe an der Grenze zu letzterem war, kam es immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen.

Um 630 n. Ch. kamen die Slawen und eroberten die Stadt und um 878 wurde sie erstmals unter „Beograd“ aufgezeichnet. Doch schon 971 eroberten die Byzantiner die Stadt wieder zurück. Zweihundert Jahre vergehen zwischen Kämpfen und Besitzansprüchen über die Stadt, sie wird Teil von Bulgarien, das wiederum in ungarische Hände fiel. Die ungarische Krone schenkte 1284 Belgrad dem damaligen König Dragutin, womit die Stadt das erste Mal unter serbischer Kontrolle stand.

Um 1440 begannen die Kämpfe der Serben mit den Türken, die gut 100 Jahre andauern sollten. Dabei ging das Land abwechselnd von der einen Hand in die andere. 1882 wurde Serbien eigenständiges Königreich, Belgrad die Hauptstadt. Im ersten Weltkrieg nahmen die Österreicher Serbien ein, doch nur ein Jahr später holten sie die Serben wieder zurück. 1918 wurde die Stadt zur Hauptstadt der Serben, Kroaten und Slowenen ausgerufen.

Im zweiten Weltkrieg zersprang die Einigung und die kommunistische Führerschaft nahm die Oberhand. Bis 1991 war die Stadt die Hauptstadt des sozialistischen Jugoslawien. 1992 wurde es zur Bundesrepublik Jugoslawien. Fragwürdige Wahlen und weit verbreitete Armut brachten jedoch interne Konflikte. Im Jahre 2001 war das Land frei von der Alleinherrschaft des Diktators Slobodan Milosovic und es wurde die erste demokratische Republik eingeführt. Belgrad blieb die Hauptstadt eines freien Serbiens und ist seit dem weitgehend modernisiert worden.